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Lymphödem und Infektionen

Das Erysipel, auch Wundrose genannt, ist die häufigste Art der Infektion bei Lymphödem-Patienten. Mit ein paar Grundregeln kannst du Infektionen wie ein Erysipel verhindern oder das Risiko hierfür verringern.

Lymphödem und Infektionen

Was ist ein Erysipel?

Ein Erysipel ist eine akute Entzündung der Haut und der tieferen Schichten des Weichteilgewebes. Es wird überwiegend durch ein Bakterium namens A-Streptokokken, seltener auch durch Staphylococcus aureus hervorgerufen. Das Erysipel wird auch Wundrose genannt.

Feuchtigkeit in deinen Hautfalten und in den Zehenzwischenräumen kann deine natürliche Hautschutzbarriere schädigen, sodass sich Pilze ansiedeln können. Infektionen mit Pilzen können als Eintrittspforten für Bakterien agieren, die dann ein Erysipel auslösen können. Weitere Eintrittspforten für Bakterien sind Verletzungen deiner Haut, wie Kratzer oder kleinere Schnittwunden.

Die Symptome eines Erysipels sind Schmerzen, Wärme, Schwellungen und Rötungen der Haut der betroffenen Gliedmaße. Möglicherweise bemerkst du auch Bläschen auf deiner Haut oder bekommst sogar Fieber oder Schüttelfrost.

Kompressionsstrümpfe können ein Erysipel verschlimmern. Du solltest diese während der akuten Phase eines Erysipels nicht tragen.
Ein Erysipel wird immer mit einem Antibiotikum behandelt. Es ist wichtig, das Antibiotikum so lange einzunehmen, bis alle Zeichen des Erysipels zurückgegangen sind. Die Therapie darf auf keinen Fall zu früh beendet werden.

In schweren Fällen kann eine intravenöse Antibiotikatherapie im Krankenhaus erforderlich sein. Ein Erysipel kann einen schweren Verlauf nehmen, wenn sich die Infektion über den Blutkreislauf ausbreitet. Dies wird Blutvergiftung oder Sepsis genannt. Diese Infektion kann sich sehr schnell ausbreiten und muss unverzüglich behandelt werden.

Was kannst du tun, wenn du eine Infektion vermutest?

  • Wende dich unverzüglich an deinen Arzt. Je schneller du behandelt wirst, desto besser.
  • Markiere die betroffene Region mit einem Stift. Dies hilft dir dabei, etwaige Veränderungen im Ausmaß der Infektion zu erkennen.
    Behalte die betroffene Region im Auge und überprüfe sie mehrmals am Tag.
  • Pausiere deine reguläre Lymphödem-Behandlung (z. B.
  • Kompression oder manuelle Lymphdrainage). Nachdem du dich mit deinem Arzt besprochen hast, kannst du deine reguläre Behandlung fortsetzen.
  • Wenn du mit einem Antibiotikum behandelt wirst, nimm die verordnete Dosierung bis zum Ende ein.

Wie kannst du dein Infektionsrisiko verringern?

  • Halte deine Haut sauber und trocken und achte auf eine gute Hautpflege.
  • Schenke deinen Hautfalten und dem Bereich zwischen deinen Zehen besondere Aufmerksamkeit.
  • Säubere etwaige Schnittwunden, Kratzer oder Insektenstiche.
    Vermeide Einstiche der Haut (z. B. durch Spritzen oder das Abnehmen von Blutproben) oder andere Verletzungen deiner geschwollenen Gliedmaße.
  • Offene Wunden, einschließlich Beingeschwüre, sollten angemessen behandelt werden.
  • Halte deine Kompressionsstrümpfe und Bandagen sauber.
  • In einigen Fällen kann es erforderlich sein, prophylaktisch Antibiotika einzunehmen. Dein Arzt wird diese Entscheidung mit dir gemeinsam treffen.

Erfahre hier mehr darüber, was du tun kannst, um dein Risiko für die Entstehung eines Lymphödems zu verringern.

Weitere Komplikationen des Lymphödems

Das Lymphödem ist eine langfristige (chronische) Krankheit und neben Infektionen können noch andere Komplikationen auftreten.

Eine sehr seltene Komplikation eines langanhaltenden Lymphödems ist die Ausbildung eines Lymphangiosarkoms, ein bösartiger und aggressiver Weichteiltumor. Ein Lymphangiosarkom kann sich im Rahmen einer Brustkrebstherapie auch Jahre nach einer Mastektomie (Fachbegriff für die chirurgische Entfernung von Brustgewebe) entwickeln. Das Lymphangiosarkom erfordert eine unverzügliche Behandlung durch die Entfernung des vom Tumor befallenen Gewebes, gefolgt von einer Strahlen- oder Chemotherapie, oder durch eine Kombination von beidem. Ein Lymphangiosarkom kann sich auch nach anderen Formen eines Lymphödems entwickeln, zum Beispiel als Folge einer Immunschwäche, wie sie im Falle eines Lymphödems generell vorhanden ist.

Viele Patienten mit chronischen Krankheiten, wozu auch das Lymphödem gehört, leiden unter Angstzuständen oder Depressionen. Daher zielt die Behandlung eines Lymphödems auch auf die Verbesserung deines Allgemeinbefindens ab. Selbstmanagement, in Kombination mit Sport und regelmäßiger Bewegung ist eine mögliche Methode. Für manche Patienten mit Lymphödem kann eine psychologische Unterstützung von Vorteil sein.

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So verringerst du dein Lymphödem-Risiko

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Claudia Lymphödem-Betroffene

Claudia