Warum ist mir meine Kompression so wichtig?

Eine gute und maßangefertigte Kompressionsversorgung bei einem Lymphödem und die Bewegung in dieser macht in meinem Fall ca. 60 - 80% des Therapieerfolges aus.

Warum ist mir meine Kompression so wichtig?

Ich habe eine primäres Lymphödem am linken Bein, das erst durch meine zweite Schwangerschaft ausgelöst wurde. Aktuell bin ich in einer Klinik im Schwarzwald zur Entstauungstherapie um den „Ist-Zustand“ meines Beines zu verbessern.

In der Entstauungsklinik bekomme ich täglich zweimal Lymphdrainage und das Bein wird anschließend bandagiert. In der Bandage sollte man sich sportlich bewegen, dadurch habe ich dann in Verbindung mit viel Bewegung einen dauerhaften Massage-bzw. Drainageeffekt. Deshalb ist es sinnvoll, die Selbstbandage auch für Zuhause zu erlernen.

Damit ich den Zustand nach dem Klinikaufenthalt bestmöglich erhalten oder womöglich noch verbessern kann, bekomme ich am Ende des Aufenthaltes eine Kompressionsversorgung nach Maß angefertigt.

Meine Kompressionsversorgung ist das Erste was ich morgens beim Aufstehen anziehe und das Letzte was ich abends ausziehe. Für die Nacht versuche ich mich regelmäßig selbst zu bandagieren, denn damit kann ich eventuell entstandene Defizite selbst ausgleichen.
Aktuell trage ich von JOBST eine Zehenkappe und eine JOBST Elvarex Einbeinhose Klasse III mit einer Funktionszone am Knie. Zudem trage ich an Tagen, an welchen ich viel stehen oder länger arbeiten muss noch zusätzlich einen Oberschenkelstrumpf in Klasse II, die ich noch über die Einbeinhose anziehe. Dies ergibt dann insgesamt eine Kompression von Stärke V.

Für mich ist die Funktionszone in der Kniekehle sehr wichtig, da ich viel als Erzieherin auf kleinen Stühlen sitzen muss. Die Kniekehle wäre somit ohne Funktionszone eingeengt und der Lymphabfluß blockiert. Mir gefällt besonders an der Funktionszone die Flexibilität und der angenehme Sitz. Dadurch ist die Kompression viel angenehmer zu tragen, vor allem beim Sport und beim Sitzen, weil sie sich der Kniekehle anpasst.

In der Woche gehe ich regelmäßig zweimal zur Lymphdrainage.
Was für mich aber noch wichtiger ist, ist der Sport. Vor allem der Ausdauersport in der Kompression. Er trägt zu einem dauerhaften Therapieerfolg bei. Die Bewegung in der Kompression ist wie eine zusätzliche Lymphdrainage. Deshalb versuche ich mindestens drei- bis fünfmal pro Woche Sport zu machen.

Deine Claudia

Es war wirklich beängstigend, die Diagnose zu bekommen. Als ich mich dann über die Erkrankung informierte, war mir klar: Es gibt nichts, wovor ich Angst haben muss.

Claudia Lymphödem-Betroffene

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Claudia Lymphödem-Betroffene

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