Sport bei Lymphödem

Sport und Bewegung regen den Lymphfluss an, tragen zum Halten eines gesunden Körpergewichts bei und verbessern das allgemeine Wohlbefinden.

Sport bei Lymphödem

Wie unterstützen Sport und Bewegung die Lymphödem-Behandlung?

Sport und Bewegung sind Bausteine der Komplexen Physikalischen Entstauungstherapie (KPE) und Bestandteil sowohl der Entstauungsphase (Phase I) als auch der Erhaltungsphase (Phase II).

Regelmäßiger Sport erhöht die Aktivität der Muskelpumpe und regt daher den Lymphfluss an. Körperliche Aktivität, insbesondere wenn dabei Kompressionsbandagen oder Kompressionskleidung getragen wird, ist eine effektive Methode, um dein Lymphödem zu reduzieren. Auch kannst du durch Sport Muskelkraft aufbauen und es wird dir leichter fallen, ein gesundes Gewicht zu halten. Körperliche Aktivität kommt zudem deinem emotionalen Wohlbefinden zugute – sie wirkt wie ein natürliches Antidepressivum.

Steigere deine Aktivität Schritt für Schritt

Das Ziel von regelmäßigem Sport und regelmäßiger Bewegung ist es zunächst, eine normale Funktion und Mobilität aufrecht zu erhalten. Je nachdem, welche Symptome bei dir vorliegen und was die Ursache deines Lymphödems ist, kannst du deine Aktivität Schritt für Schritt steigern.

Physiotherapie kann deine Mobilität und die Funktion deiner Gelenke verbessern. Sie kann auch eine Lymphödem-Behandlung nach einer Krebstherapie unterstützen, um Schmerzen zu reduzieren, Narbengewebe zu behandeln oder die Funktion deiner Extremität aufrecht zu erhalten bzw. wiederherzustellen.

Welche Art von Sport funktioniert am besten mit einem Lymphödem?

Übungsprogramme bei einem Lymphödem verbinden für gewöhnlich ein Training, das die Flexibilität steigert und Muskelkraft aufbaut oder erhält, mit aerobischen Übungen.

Du kannst damit beginnen, Thera-Bänder in dein Training zu integrieren, die deine Kraft allmählich steigern. Auch Training mit Gewichten kann eine Option sein. Gute Beispiele für aerobische Übungen sind Yoga, Pilates, Nordic Walking, Radfahren oder Wassergymnastik.

Da jedoch nicht alle Übungsprogramme bei Lymphödem geeignet sind, solltest du deine Übungspläne immer mit deinem Arzt besprechen, bevor du damit beginnst.

Wie fange ich an, Sport zu treiben?

Wende dich an deinen Arzt, bevor du anfängst, Sport zu treiben, da nicht jede Art von Sport bei Lymphödem geeignet ist.

Hier sind ein paar Dinge, die du im Hinterkopf behalten solltest:

  • Fange langsam an und steigere die Aktivität allmählich. Selbst wenn du zuvor bereits Sport getrieben hast, ist es wichtig, geduldig zu bleiben.
  • Vermeide Überanstrengung – dies kann dein Ödem verschlimmern.
  • Wärme dich immer vorher auf und kühle dich nachher ab.
  • Vermeide heiße Bäder, Saunen und Dampfbäder – dies könnte dein Ödem ebenfalls verschlimmern.
  • Höre mit dem Sport auf, wenn sich deine Beine oder Arme müde anfühlen bzw. Missempfindungen oder Schmerzen auftreten.
  • Erholung ist wichtig – lasse deinen Körper zur Ruhe kommen und lagere die betroffenen Beine oder Arme nachts hoch.
  • Trage während des Sports immer deine Kompressionskleidung.

Neben Sport ist eine ausgewogene Ernährung ein weiteres Element einer gesunden Lebensweise. Wirf doch einmal einen Blick in unseren Ernährungsleitfaden – dort findest du ein paar Tipps, wie du dich gesund ernähren kannst.

Weiter

Selbstmanagement bei Lymphödem

Wähle aus, welche Hilfe du benötigst

Entdecke unsere verschiedenen Services und finde die richtige Unterstützung

Sitze nicht einfach nur herum. Teile deine Geschichte! Für mich war das ein echtes Erfolgserlebnis.

Claudia Lymphödem-Betroffene

Claudia